Ende März trafen sich junge Deutsche der JN Stützpunkte Bad Dürkheim und Landau, um eine ganz besondere Wanderung zu erleben. Auf dem Plan stand: Eine Erlebniswanderung mit Übernachtung in freier Natur!
Nachdem man sich am Sonnabendmorgen unweit der südpfälzischen Weinreben traf wurde nach einer Begrüßung zuerst der beschaffte Proviant verteilt und sich bei Bedarf mit Zeltbahnen und Regenponchos für den Notfall eingedeckt. Es dauerte nicht lange und der Zug setzte sich in Bewegung. An einer geeigneten Lichtung hielt man und es wurde die für Jugendbünde übliche Morgenfeier abgehalten. Diese hatte aus gegebenem Anlaß die Geschichte der Pfalz im Wandel der Zeit zum Thema. Anschließend wurde das Tagesprogramm verkündet und das Tagesziel erörtert.
Der Troß begab sich abermals in Bewegung und die freudigen Gesichter blickten auf die unberührte Natur. Der Wald in seiner mystischen Erscheinung bat dem aufmerksamen Wanderer allerlei Interessantes zu entdecken. Fernab von Konsum und städtischer Schnelllebigkeit konnte die Truppe Kraft tanken und die Einheit mit der Natur spüren. Die anfängliche Freude wurde jedoch schon nach knapp einer Stunde getrübt, da es anfing wie aus Kübeln zu gießen. Froh war man einen wasserdichten Poncho zu besitzen, welcher Mensch und Material vor totaler Durchnässung schützte.
Nichtsdestotrotz wurde im Angesicht des prasselnden Regens auf den Blättern und Sträuchern der Marsch fortgesetzt. Mit dem Duft frischer Waldesluft ging es weiter, vorbei an Klippen mit herrlichen Ausblicken auf das Panorama der pfälzischen Dörfer inmitten der vielen Weinreben und wolkenbehangenen Berge.
Die nächste Zwischenstation war eine Quelle, unweit einer Burgruine. An dieser konnte man sich erfrischen und in den Genuß frischen Bergwassers kommen. Nach der gemeinsamen Mittagsmahlzeit stand nun eine kleine Knotenkunde auf dem Programm, welche den Teilnehmern die gebräuchlichsten wie zum Beispiel den Achtknoten oder den Palstek näher brachte. Daraufhin wurden flink die Feldflaschen befüllt und die Route führte uns weiter durch den grünenden Wald.
Am Ziel endlich angekommen erwartete die Kameraden nun eine kleine Lektion zum Thema Funkdisziplin. Anhand kleiner PMR-Handfunkgeräte erlernte man den Aufbau einer Verbindung und der darauffolgenden korrekten Abgabe und Annahme von Funkkommandos. Dieser scheinbar trockene Lehrinhalt wurde jedoch dank verschiedener Übungen mit verbundenen Augen und Lotsen von Kameraden ziemlich spaßig. Auch für die nächste Demonstration ist diese Übung sehr lehrreich gewesen.
Im Anschluß machte man sich an den Aufbau der Zelte mit den mitgeführten Zeltbahnen und aus Ästen selbst hergestelltem Zeltgestänge. Nach einer Weile standen diese und die hungrige Mannschaft sehnte sich schon nach dem Kartoffeleintopf aus dem Rucksack. Bei dem gemeinschaftlichen Abendessen ließ man das erlebte nochmal Revue passieren und stimmte sich so langsam auf die gemeinsame, von der Klampfe begleiteten, Singrunde ein. Die Pflege traditionellem bündischen wie Soldatischem Liedgut muss ein Bestandteil jungen Heranwachsens sein. Abseits von dem idiotischen Geträller aus Radio und Fernsehen schweißt das Singen von Volksliedern den Einzelnen zu einer von Stärke strotzenden Gemeinschaft. Man fühlt sich verbunden mit den Ahnen und fühlt regelrecht die Freude und das Leid der vergangenen Jahrhunderte durch die Werke deutscher Dichter.
Zu später Stunde freute man sich schon auf das praktisch aber gemütlich hergerichtete Zelt und schlummerte mit den Geräuschen der vielen sonstigen kleinen Bewohner des Waldes ein. Die Natur meinte es wohl gut mit uns und bescherte uns eine trockene und relativ windstille Nacht. Der von hellem Sonnenschein begleitete Sonntagmorgen begann mit Frühsport um den Schlaf aus den Leibern zu treiben und den Tag angemessen zu begrüßen. Nun wurde sich frisch gemacht und mit Kohldampf das mit selbstgemachter Marmelade bestrichene Brot verschlungen. Im Anschluß daran wurden die Schlafstätten abgebaut und der wenn auch gering entstandene Müll gesammelt und im Gepäck verstaut.
Es folgte nun die Morgenfeier, welche dieses Mal die Bedeutung nationaler Jugendarbeit thematisierte und auf den ewigen Kampf im Ringen um das Leben einging. Wir junge Deutsche tragen ein schweres aber uns dennoch freudig stimmendes Los, gegen den Verfall und die Zerstörung unserer Kultur sowie die immer weiter um sich greifende Dekadenz der Jugend anzukämpfen. Im Streben nach zeitlosen und beständigen Werten wie Treue, Pflichterfüllung und Tugendhaftigkeit streiten wir für eine Idee, welche allein nur den Untergang unseres Volkstums verhindern kann.
Der Rückmarsch führte die von erlernten Liedern begleitete Truppe vorbei an einer historischen Walddusche zurück zum Ausgangspunkt und den Fahrzeugen. Man verabschiedete sich herzlich und schwor sich, dieses nicht die letzte gemeinsame Wanderung sein zu lassen.
Kein Schüler, kein Student, aber auch kein Wissenschaftler oder Laie soll an endgültig bewiesene Tatsachen glauben, auch wenn es so in den Lehrbüchern dargestellt wird!