In voller Wandermontur erschienen die jungen Aktivisten der JN und parteifreier Kameraden aus Leipzig und Umland in der morgendlichen Frische am Treffpunkt um sich für das bevorstehende Tagesziel zu rüsten. Die geplante Strecke umfasste 30 km, jedoch unter einer erschwerenden Bedingung. Jeder Aktivist sollte durchweg 15 kg Marschgepäck tragen können, unter Umständen mit künstlich beschwertem Gepäck. Denn das Ziel ist es nicht nur eine vorgegebene Marschleistung zu absolvieren, sondern auch den Ernstfall einer Überlebenssituation zu simulieren, wo es neben der richtigen Ausstattung des mitzunehmenden Gepäcks auch auf Kraft und Ausdauer ankommt.
Nach dem bereits eingeübten Formaldienst wurde auch schon in Marschformation Aufstellung genommen und sich in Bewegung gesetzt. Der Weg führte durch Wälder und durch Dörfer bis die Rotte das erste Etappenziel vor Augen hatte. In der Ortschaft Krina erreichten die Aktivisten den geographischen Mittelpunkt des Deutschen Reiches in den Grenzen um 1900. Ein markanter großer Stein schmückte diesen bemerkenswerten Punkt und die Kameraden nutzten die Gelegenheit um von den bisherigen Strapazen zu verschnaufen.
Doch nicht lange verweilte die Wandergruppe, denn noch war man nicht einmal auf der Hälfte der Marschroute und hatte noch einen langen Weg vor sich. In Marschformation geordnet setzte man den Weg durch die Ortschaft weiter fort, bis in einem Waldgebiet wieder lockere Marschordnung verordnet werden konnte. Endlich erreichte man den Platz, an dem eine groß angelegte Rast gemacht werden konnte. Das Ufer des Muldestausees bot den erschöpften Kameraden die idealen Bedingungen für die lang ersehnte Pause. Bevor man sich jedoch einer Stärkung widmete, schulte ein anwesender Aktivist seine Kameraden in der Kunst des Lagerfeuers. Um selbst tätig zu werden probierten sich die Aktivisten an den unterschiedlichen Feuerarten, am Entzünden des Feuers mit alternativen Methoden neben dem üblichen Feuerzeug und an der Auswahl der richtigen Holzsorten.
Kein Schüler, kein Student, aber auch kein Wissenschaftler oder Laie soll an endgültig bewiesene Tatsachen glauben, auch wenn es so in den Lehrbüchern dargestellt wird!