» Zur Hauptseite wechseln „Soziale Gerechtigkeit“ ist das Schlagwort, das man am häufigsten im politischen Alltag der BRD hört, Sinnbild dafür, dass dieser Staat in erster Linie auf dem Materiellen aufgebaut ist. In ideeller Hinsicht sieht es ziemlich mager aus, doch kann die politische Klasse immerhin auf zwei geistig-moralische Stützen ihres Systems verweisen: Das Grundgesetz und den Holocaust samt allem, was dazu gehört, als „Gründungsmythos“. In welcher Reihenfolge die beiden stehen ist eindeutig – zwar kann sich jeder Deutsche auf gewisse Grundrechte berufen, die jedoch immer dann entweder verbogen oder ganz außer Kraft gesetzt werden, wenn bei der Ausübung ein gewisser „politisch korrekter“ Rahmen überschritten wird. Diese Erfahrung dürfen zwar vor allem sog. Neo-Nazis machen, sondern hin und wieder auch Vertreter der etablierten Mitte, so jüngst der Ministerpräsident von Baden-Württenberg, Oettinger. Stein des Anstoßes, sofort in allen Medien, war die Beerdigung des ehemaligen Ministerpräsidenten von BW und Marinerichters des 3. Reiches, Filbinger. Dessen Tätigkeit war zwar für einen Angehörigen seiner Generation nichts Besonderes – selbst Ikonen der Linken, wie der ehem. SS Mann Günther Grass, weisen entsprechende „Verstrickungen“ auf – dennoch wurde aus dem Fall Ende der 70er Jahre ein Politikum gemacht: Ein gefundenes Fressen für die Linke, um einen politischen Konkurrenten auszuschalten, getreu dem Motto: „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen – und Faschist ist jeder, der nicht wie wir ist.“ An dieser Taktik hat sich bis heute nichts geändert – und das ist der wahre Skandal an Oettingers Rede, die inhaltlich so stromlinienförmig ist, wie man es von einem CDU-Politiker erwarten kann. Sobald in diesem Land jemand es wagt auch nur einen Millimeter vom Schuldkult der Deutschen abzuweichen, schreien die üblichen Verdächtigen einstimmig auf und geben, von den Medien tatkräftig unterstützt, erst dann Ruhe, wenn ihr Opfer zur Strecke gebracht ist, d.h. entweder nach den Maulkorbparagraphen 86a und 130 verurteilt oder zumindest durch das mediale Trommelfeuer gesellschaftlich geächtet ist. Daran sollten auch jene denken, die ein solches, unmoralisches, intolerantes und undemokratische Verhalten im „Kampf gegen rechts“ begrüßen – wie die inszenierten Skandale um Jürgen Möllemann und Martin Homann gezeigt haben, trifft die „Faschismuskeule“ jeden, der es wagt, nicht mit den Schafen zu blöken. Mitunter auch die angepasste Mitte. Jeder Deutsche hat nach dem Grundgesetz das Recht, sich ohne Zensur eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu äußern – jeder, außer er ist „Faschist“. Wer aber „Faschist“ ist, das bestimmt allein die Mafia der „Gutmenschen“ und jeder kann ihr Opfer werden.
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