Die Schweiz ist schon lange kein autarker, sprich: selbstversorgender Staat mehr. Wir haben zu viele Einwohner, welche eine entsprechend grosse Wohnfläche in Anspruch nehmen und damit immer weniger anbaubare Fläche übrig bleibt. Es ist also schon lange nicht mehr möglich, so viel Nahrungsmittel anzubauen, wie die Bevölkerung zum Überleben braucht. Deshalb importieren wir immer mehr Produkte aus dem Ausland. Doch die Schweizer Regierung importiert schon lange nicht mehr nur diejenigen Lebensmittel, die wirklich nötig sind. Ständig werden neue Knebelverträge abgeschlossen, welche es den ausländischen Produzenten ermöglichen, zollfrei Produkte in die Schweiz zu importieren. Die Grossunternehmen sind natürlich die Profiteuere von dieser Entwicklung. Sie können Produkte günstiger aus dem Ausland beziehen und eine hohe Marge draufschlagen, damit die Gewinnspanne der Produkte maximiert wird. Doch wo es Gewinner gibt, muss es auch immer Verlierer geben, und das sind in diesem Fall die Schweizer Bauern. Es ist völlig logisch, dass Schweizer Landwirte ihre Produkte nicht zu denselben Preisen feilbieten können wie Länder aus dem Osten.
Zu allem Überdruss will das Schweizerische Bundesamt für Landwirtschaft die Einfuhr für Produkte aus dem Ausland ein weiteres Mal erleichtern. Zu den 6 500 Tonnen Kartoffeln, die bereits jährlich durch ein Abkommen mit der WTO importiert werden, sollen nun weitere 3 000 Tonnen Kartoffeln aus Ägypten (!) importiert werden. Die Schweizer Bauern mockieren sich berechtigterweise über die zusätzliche Einfuhr von Kartoffeln und beanstanden, dass diese Importe ihre eigenen Anbauten konkurrenzieren. Die Schweizer Landwirtschaft wird nun also noch mehr Mühe haben, ihre Kartoffeln zu einem fairen Schweizer Preis verkaufen zu können. Es geht also definitiv nicht um die Ergänzung der fehlenden Lebensmittel, sondern viel mehr um die Konkurrenz durch Billigware aus dem Ausland. Nicht zuletzt bemängeln die Schweizer Bauernverbände auch die Tatsache, dass wir Lebensmittel aus einem Land importieren, in welchem selbst Menschen an Hunger leiden. Und wir, die bereits im Überfluss leben, nehmen ihnen noch Lebensmittel weg. Ein Paradox sondergleichen.
Doch nicht nur die Importe von Kartoffeln machen der Landwirtschaft zu schaffen, sondern auch der tiefe Milchpreis. Bundesrätin Doris Leuthard räumte kürzlich ein, dass ein Milchpreis von 60 Rappen pro Liter nicht zum Überleben genüge, sondern gerade mal die Kosten decke. Im gleichen Atemzug gibt sie den Grossunternehmen aber die Garantie, dass die Rohstoffpreise weiter sinken sollen. Wie genau diese beiden Vorhaben vereinbart werden können, weiss sie wohl selber nicht so genau. Die Schweizer Bauern haben denn auch gegen diese marginale Unterstützung durch den Bund demonstriert und der Bundesrätin während einer Rede im Berner Jura Stiefel entgegengeworfen, so dass sie die Rede nicht zu Ende bringen konnte. Die Bauerngewerkschaft Terrrasuisse forderte vor Ort einen Milchpreis von einem Franken pro Liter und „eine sanfte Regulierung und Stabilisierung des Milchmarktes“.
Die PNOS sieht das Problem der Landwirtschaft insbesondere in der fortschreitenden Globalisierung und der Liberalisierung der Märkte. Durch von der Regierung abgesegnete Abkommen mit der EU und anderen Ländern, gerät die Schweizer Landwirtschaft immer mehr in Bedrängnis und wird gezwungen, die Preise zu senken, was ihr langfristig die existenzielle Grundlage entzieht. Für die PNOS gibt es folglich nur eine Lösung, um die Schweizer Landwirtschaft zu schützen und somit auch ein Teil der Selbstversorgung des Schweizer Volkes zu sichern: Die Schweiz muss die Grenzen für ausländische Waren und Dienstleistungen, die in der Schweiz selbstständig produziert werden können, umgehend dicht machen. Weiter braucht es natürlich auch eine Minimierung der Bevölkerung in der Schweiz, was auch zur Folge hat, dass mehr Land zum Anbau von Nahrungsmittel verwendet werden kann. Das bedeutet: Null Einwanderung und null Migration. Nur so kann annähernd ein unabhängiges Überleben des Schweizer Volkes garantiert werden.
Kein Schüler, kein Student, aber auch kein Wissenschaftler oder Laie soll an endgültig bewiesene Tatsachen glauben, auch wenn es so in den Lehrbüchern dargestellt wird!