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Aktualisierung: 11.09.2010
 


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Sind Atomkraftwerke tickende Zeitbomben?

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In den vergangenen Jahren gab es besonders in den beiden schleswig-holsteinischen Atomkraftwerken regelmäßig Störfälle. Kein Grund zur Beunruhigung? Die deutsche Atomaufsichtsbehörde lobt bei jeder sich bietenden Gelegenheit die hohen Sicherheitsstandards der deutschen Meiler. In Schweden scheint man das etwas anders zu sehen. Der Vattenfall-Chef Josefsson muß seinen Hut nehmen, weil er für die Pannenmeiler Brunsbüttel und Krümmel vertraglich eine unbegrenzte Haftung bei Unfällen vereinbar hatte. Diese Entscheidung des Konzernchefs lehnt die schwedische Regierung, als einziger Eigner des Energiekonzerns, jedoch konsequent ab. „Es sein nicht akzeptabel, daß Josefsson diese Erklärung unterzeichnet hat“, so der schwedische Wirtschaftsminister Maud Olofsson. Offensichtlich haben die Schweden kein Vertrauen mehr in die bundesdeutschen Atommeiler und schließen nicht aus, dass Schäden entstehen könnten, welche die Haftungshöchstgrenze von 2,5 Milliarden Euro überschreiten. Daß die schwedische Staatsführung nur wenige Tage später zurück rudert und nun doch die unbegrenzte Verantwortung für die eigenen Atomkraftwerke tragen möchte, dürfte lediglich wirtschaftliche Gründe haben. Fürchtet man gerade nach den unzähligen Reaktorpannen um das Ansehen des Unternehmens und einem damit verbundene finanzielle Schaden durch Kundenverluste besonders in Deutschland und Europa.

Oftmals wird die Atomenergie vorschnell als „saubere, kostengünstige Energie“ bezeichnet. Kernkraftwerke produzieren kein Kohlendioxid, benötigen im Vergleich zu fossilen Brennstoffen eine extrem geringe Menge an Brennstoff und die Kosten sind im Vergleich gering. Kein Wundern, dass weltweit über 30 Länder Kernkraftwerke betreiben. Doch der Schein trügt: Die Risiken der Atomkraftnutzung sind enorm, das wissen wir nicht zuletzt durch den Reaktorunfall am 26. April 1986 in Tschernobyl. Doch selbst im Normalbetrieb sind Kernkraftwerke gesundheitlich nicht vollkommen unbedenklich. Im Jahr 2001 sorgte eine Studie von Dr. Alfred Körblein vom Umweltinstitut München für Aufsehen, die erhöhte Kinderkrebsraten in der Umgebung von KKWs nachwies. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat die Richtigkeit der Untersuchung nach anfänglichen Zweifeln bestätigt. Ein weiteres Problem und Gefahrenpotential stellt die ansteigende Menge atomaren Mülls dar, für die bis heute weltweit kein geeignetes Endlager gefunden wurde. Zwar klingt das Wort „Wiederaufarbeitung“ zuerst einmal positiv. Leider kann nur ein verschwindend kleiner Anteil des strahlenden Materials erneut verwendet werden. Der Großteil muß endgelagert werden und stellt damit eine dauerhafte Gefahr dar. Auf den Wegen zwischen Atomkraftwerk, Wiederaufbereitungsanlage und Zwischenlager rollt der radioaktive Atommüll mehrfach über Straßen und Schienen durch das gesamte Bundesgebiet und muß dabei von einem Großaufgebot der Polizei begleitet werden. Die Kosten hierfür trägt natürlich der Steuerzahler.

Jedes Jahr produzieren deutsche Kraftwerke nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace rund 450 Tonnen radioaktiven Müll. Trotz dieser ernüchternden Tatsache steigt der Druck der Atomlobby auf die neue Bundesregierung. Bereits jetzt wurde angekündigt, die Laufzeiten der Atomkraftwerke wenn notwendig zu verlängern. Wir dürfen unseren Nachkommen keine radioaktiven Müllberge hinterlassen und fordern daher einen konsequenten Atomausstieg und damit verbunden eine intensivere Förderung alternativer Energien.

Quelle: http://www.mein-sh.info



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28.11.2009: Sind Atomkraftwerke tickende Zeitbomben? - Nationale Sozialisten aus Mainz-Bingen-Kreuznach - In den vergangenen Jahren gab es besonders in den beiden schleswig-holsteinischen Atomkraftwerken regelmäßig Störfälle. Kein Grund zur Beunruhigung? - © by Das Deutsche Volk