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Nationale Sozialisten aus Mainz-Bingen




Aktualisierung: 07.09.2010
 


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Anstand

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Michael WinklerAnstand, anständig, die Anständigen - diese Begriffe kennt jeder und benutzt jeder. Natürlich auch ihr Gegenteil, kein Anstand, unanständig und die Unanständigen. Praktisch jeder hat auch eine Vorstellung, was oder wer in welche Kategorie gehört. Es gibt übrigens eine ganz einfache Faustregel: Anständig ist immer das, was ich mache, unanständig ist das, was ich nicht machen würde. Oder, noch kürzer: WIR sind anständige Leute, irgendwelche anderen nicht.

Subjektiv weiß jeder, was Anstand ist, aber objektive Kriterien gibt es dafür nicht. Marschiert das anständige Deutschland mit den Fahnen der NPD auf, oder sind die Anständigen jene Bürokraten, die solche Aufmärsche verhindern? Oder sind es etwa die oberdemokratischen Gegendemonstranten, auch wenn sie Steine und Flaschen werfen?
Natürlich ist es das anständige Deutschland, das Holocaust-Mahnmale baut, aber so anständig, dafür nur freiwillige Spenden der Anständigen zu verwenden, ist dieses anständige Deutschland nicht. Warum auch? Bei Geld hört schließlich nicht nur die Freundschaft, sondern auch der Anstand auf. Oder glauben Sie, ein Manager verzichtet aus Anstand auch nur auf einen einzigen Euro? Im Gegenteil, der harte Sanierer, der zwei Drittel der Belegschaft um Lohn und Brot bringt, verdoppelt dadurch sein Gehalt und bezeichnet das als leistungsgerecht.

Damit wären wir bei einem weiteren Punkt, der zum Anstand gehört: Recht und Gerechtigkeit. Wer für eine objektiv nicht meßbare Leistung sehr gut bezahlt wird, hat entweder die richtige Abstammung oder ist Politiker. Der Adel wurde einstmals abgeschafft, mit der Begründung, daß dessen Privilegien nicht gerechtfertigt seien. Den Adel haben wir in ähnlicher Form längst wieder, denn nur, wer die richtigen Eltern hat, kommt in dieser ach so anständigen Demokratie weiter. Aufstieg durch Bildung oder durch Leistung ist im heutigen Deutschland eine Illusion.

Dafür ist es üblich geworden, mit zweierlei Maß zu messen. Die Würde der und das Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus’ sind Behörden und Institutionen dieses Landes heilig, aber sind Kriegerwitwen und Kriegswaisen etwa keine Opfer? Deren Männer, Väter und Vorväter werden vom ach so anständigen Deutschland als Richter und Henker bezeichnet, als die ewigen Täter dargestellt. Die Opfer des Bombenkrieges, die Opfer von Besatzung und Vertreibung, sind dem anständigen Deutschland keinen Gedenktag wert, keinen Festakt in irgendwelchen Parlamenten.

Wer 1943 die eigene Regierung als verbrecherisch betrachtete und in den Widerstand ging, gehört zum anständigen Deutschland. Wer 2008 die eigene Regierung als verbrecherisch betrachtet und deshalb Widerstand leistet, ist ein böser Faschist, ein Feind der Freiheit und der Demokratie - als ob wir in diesem anständigen Deutschland Freiheit und Demokratie hätten!

Wer 1943 die Truppe in Rußland verlassen und mit den Sowjets zusammengearbeitet hat, wird heute als Volksheld hingestellt. Wer 2008 die Truppe in Afghanistan verläßt und mit den Taliban zusammenarbeitet, muß nach dieser Logik ebenfalls ein Volksheld sein.

Soldaten geloben oder schwören, die Bundesrepublik Deutschland tapfer zu verteidigen. Das zu tun, wenn das Land angegriffen wird, ist anständig. 1939 wurde Deutschland von England und Frankreich der Krieg erklärt, wer damals Deutschland verteidigt hat, ist folglich ein Verbrecher. 1941 standen riesige Armeen der Sowjetunion bereit, Deutschland zu überfallen. Die Wehrmacht kam diesem Plan nach glaubhaften Quellen um gerade einmal zwei Wochen zuvor - das bezeichnet man heute als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.

Wer einmal auf eine Weltkarte schaut, stellt fest, daß Afghanistan gar nicht zur Bundesrepublik Deutschland gehört. Das heißt, dort kann niemand unser Land verteidigen, egal, was Regierungsrhetorik uns einreden möchte. Die gleiche Rhetorik wird eingesetzt, um uns zu erklären, daß wir dank unseres Einsatzes in Afghanistan ins Visier des internationalen Terrorismus’ geraten seien und deshalb im Rahmen erhöhter Sicherheitsmaßnahmen alles und jeder überwacht werden muß. Ziehen wir beide Aussagen zusammen, wird dieses Land in Afghanistan nicht etwa verteidigt, sondern aufs Höchste gefährdet.

Auch, wenn die Kanzlerin das anders sehen möchte, ist Israel gar kein Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland. Und obwohl der Zentralrat der Juden in Deutschland anderer Meinung ist, ist diese BRD keine abgelegene Kolonie Groß-Israels. Noch ist kein einziger deutscher Soldat auf Israel vereidigt, noch steht nicht im Grundgesetz, daß unsere Soldaten für Israel kämpfen müssen. Aber es steht den Bundestagsabgeordneten natürlich frei, sich auf eigene Kosten zu bewaffnen und im Falle eines Falles eine Fremdenlegion für die Israeli Doomsday Forces zu bilden. Im Rahmen der Gleichberechtigung gilt das natürlich auch für die weiblichen Abgeordneten, bis hinauf zur Kanzlerin. Das eigene Blut für seine Ideale zu vergießen, ist anständig, das Blut anderer Menschen dafür zu opfern, verbrecherisch.

Der Anstand gebietet es den deutschen Volksvertretern, für deutsche Interessen einzutreten, für die Interessen des deutschen Volkes. Statt dessen werden die deutschen Interessen auf dem Altar der Völkerverständigung in Europa geopfert. Diese Völkerverständigung heißt in der Praxis, daß jedes andere Volk seine Vorstellungen verwirklicht, Deutschland jedoch immer nachgibt und bereitwillig bezahlt. Als England wirtschaftlich schlechte Zeiten erlebt hat, hat eine englische Premierministerin ihre Handtasche auf den Verhandlungstisch geknallt und “I want my money back!” gebrüllt.

Heute geht es Deutschland schlecht, die Reallöhne sinken, die Arbeitslosigkeit wird mit Billiglöhnern kaschiert. Unsere bunte Kanzlerin hat in einer längst vergessenen Rede erklärt, sie wolle Deutschland unter die ersten drei Länder in Europa zurückführen. Von diesem Ziel ist sie weiter entfernt denn je, trotz aller glanzvollen, aber ergebnislosen G8- und EU-Gipfel, bei denen sie vor allem als Farbklecks aufgefallen ist. Nur als Beitragszahler, da sind wir weiterhin unangefochten auf dem allerersten Platz. Und statt “I want my money back!”, lächelt die Kanzlerin fröhlich in die Kameras und sagt, daß Deutschland selbstverständlich zu allen seinen Verpflichtungen stehen wird. Es ist ja auch hochanständig, das Geld der deutschen Steuerzahler in zweifelhafte EU-Projekte zu stecken und zum Dank dafür von Brüssel am Würgehalsband vorgeführt zu werden.

In früheren Zeiten haben sich Könige auf Staatsbesuchen gegenseitig ein paar Pflichtorden verliehen, zur Pflege der gegenseitigen Freundschaft. Nur wer sich echte Verdienste um ein fremdes Land erworben hat, bekam dort mehr als diese Pflichtorden. Heute ist es bei unseren Politikern üblich, Orden und Ehrungen aus dem Ausland zu empfangen, wegen der großen Verdienste, die sie sich um jene fremden Länder erworben haben. Verdienste auf Kosten der deutschen Steuerzahler, natürlich. Von nichts kommt schließlich nichts!

Anstand beginnt im Kleinen. Anständig erzogene Kinder verprügeln keine Rentner, klauen nicht in Kaufhäusern, “ziehen” keine Mitschüler “ab”. Anständige Kaufleute manipulieren nicht die Preise hoch, um dann mit vorgeblichen Rabatten Kunden zu locken. Anständige Lehrer bemühen sich um die Bildung und Erziehung der ihnen anvertrauten Schüler, ohne sie im Sinne einer Ideologie zu beeinflussen. Anständige Eltern helfen ihren Kindern bei Problemen in der Schule, aber sie schicken keine Anwälte, um Noten zu verbessern. Und sie zwingen ihre Kinder nicht um des eigenen Prestiges willen auf eine Schule, die diese nicht bewältigen können.

Früher habe ich gerne Leserbriefe in Zeitschriften gelesen, aber heute lasse ich das lieber. Zum einen, weil die Leserbriefe gefiltert sind, zum anderen, weil viele Leserbriefe wohl nur deshalb im Blatt abgedruckt werden, um zu zeigen, mit was für Menschen sich die Journalisten herumschlagen müssen. Inzwischen bekomme ich selbst Leserbriefe, die meisten nett und freundlich, aber hin und wieder auch welche, die weniger freundlich gehalten sind. Dabei fällt auf, daß gerade die Leute, die freizügig auf mich einschimpfen, sich nicht trauen, ihren Namen zu nennen und Mailkonten benutzen, denen ich sofort ansehe, daß sie dazu eingerichtet worden sind, um eben diese eigene Identität zu verbergen.

Was aber soll ich von einer Kritik halten, die es noch nicht einmal wert ist, mit einem mehr oder weniger guten eigenen Namen versehen zu werden?

Anstand im Internet ist ohnehin ein Problem. Dem lieben Mitmenschen unerkannt eine reinwürgen, das scheint der einzige Daseinszweck mancher Leute zu sein. Ich bezeichne diese Leute gerne als die “Hunde des Internets”, die nicht fähig sind, einen Baum zu pflanzen, aber an den Bäumen anderer Leute ihre Beinchen heben. In einem Forum erkennt man sie daran, daß sie niemals ein Thema eröffnen, aber gerne zu anderer Leute Themen schreiben, selten qualifiziert, dafür fast immer voller Kritik, die natürlich gerne persönlich sein darf. Man ist ja anonym, oder?

Früher nannte man solche Leute Sykophanten, doch das setzt einen gewissen Stil voraus, einen guten Namen, den die Hunde des Internets natürlich nicht verraten. Dabei wurde der intelligente, unterhaltsame Spötter früher durchaus willkommen geheißen, nur die stillosen, plumpen Dummschwätzer landeten verprügelt in der Gosse. Aber das waren ja auch Zeiten, in denen man noch wußte, was Anstand ist.

Für Anstand gibt es keine Belohnungen, nur die Achtung der Mitmenschen. Anstand bringt kein Geld ein und nur selten Ruhm - letzteren obendrein fast nur nach dem Ableben. Es ist einträglicher, für die Machthaber zu arbeiten, wobei die Intelligenten rechtzeitig auf beiden Schultern tragen, um nach einem Umbruch wieder zu den Anständigen zu gehören, die im Widerstand gearbeitet haben. Nur, wer sich zu weit exponiert, riskiert den Dankesorden des deutschen Volkes.

Natürlich ist es anständig, geläuterten ehemaligen Gegnern zu verzeihen. Doch auch, wer sich anständig verhält, kann nicht grenzenlose Rücksicht üben. Wer trotz aller Verlockungen anständig geblieben ist, soll nicht erleben müssen, daß Denunzianten und Systemdiener straflos davonkommen, ja, als Wendehälse für ein paar Lippenbekenntnisse noch belohnt werden.

Die Opfer des Nationalsozialismus’ werden in diesem Besatzerstaat zu Heiligen verklärt, natürlich nur die richtigen. Die Opfer des internationalen Sozialismus’, von Stasi und Mauer, mußten erleben, daß es ihren ehemaligen Spitzeln und Peinigern problemlos gelungen ist, im neuen System unterzukommen. Die Krönung des Ganzen ist eine FDJ-Sekretärin für Propaganda, die heute die vor Anständigkeit triefende Kanzlerin inszeniert.

Es gibt für Anstand zwei Maßstäbe, die leider völlig unterschiedlich skaliert sind. Der eine ist das “gesunde Volksempfinden”, wonach jeder sofort weiß, was anständig ist und was nicht. Der andere ist der offizielle, der orwellsche Doppelsprech, wonach von der Staatsmacht korrumpiertes Verhalten zur Norm erhoben und als Anstand deklariert wird, obwohl es letztlich jenem anderen Maßstab völlig widerspricht.

Jener abartige Pseudo-Anstand wird durchaus belohnt. Die Mitglieder jener ehrbaren Regierungs-Gesellschaft schieben einander dafür Belohnungen und Ehrungen zu, gerne auch Pöstchen, mit wenig Arbeit und hoher Bezahlung. Das bietet uns die leichteste Möglichkeit, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden: Wird eine angebliche Anständigkeit groß herausgestellt, dann hat sich der Betreffende mit größter Sicherheit alles andere als anständig verhalten.

Anstand ist heute keine wirkliche Tugend mehr. Oh, sicher, Anstand wird gefordert, aber natürlich nur von den Anderen, von den Versagern, von jenen, denen bestenfalls der Nachruhm bleibt, während jene, die den Anstand ignorieren, im Leben voran kommen, reich und mächtig werden, Bewunderung erringen - und dann ihren Opfern erklären, was in ihren Augen Anstand bedeutet.

Quelle: Michael Winkler





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Anstand ist für Systempolitiker keine wirkliche Tugend mehr. - Nationale Sozialisten aus Mainz-Bingen - Anstand ist heute keine wirkliche Tugend mehr. Oh, sicher, Anstand wird gefordert, aber natürlich nur von den Anderen, von den Versagern, von jenen, denen bestenfalls der Nachruhm bleibt, während jene, die den Anstand ignorieren, im Leben voran kommen, reich und mächtig werden, Bewunderung erringen - und dann ihren Opfern erklären, was in ihren Augen Anstand bedeutet. - © by Das Deutsche Volk