» Zur Hauptseite wechseln „Der alltägliche Rassismus“, so betitelte der Bad Kreuznacher „Öffentlicher Anzeiger“ eine Veranstaltung des SPD Stadtverbandes über die „rechtsradikale“ Szene in der Region. Die Überschrift war treffend gewählt, wie sich zeigen sollte. Die Phrasen von „Zivilcourage, Politikverdrossenheit, u.ä.“ noch im Kopf und im Vertrauen darauf, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind (nein, das ist natürlich nicht ernst gemeint, wir wissen schließlich wie`s in der BRD läuft),beschlossen wir an besagter Veranstaltung teilzunehmen – nicht zuletzt, weil es für den interessierten Bürger sicherlich interessanter ist, MIT „Rechtsextremisten“ zu diskutieren, anstatt nur ÜBER sie. Eine Annahme, die zwar objektiv richtig sein mag, allerdings im „freiesten Rechtsstaat, den es je auf deutschen Boden gegeben hat“ reichlich naiv erscheint – denn wer seine im Grundgesetz verbrieften Rechte wahrnimmt und sich außerhalb der Staatsideologie mit „Auschwitz als Gründungsmythos“ stellt, der wird ganz schnell feststellen, dass es mit seiner Freiheit nicht sehr weit her ist und auch die gebetsmühlenhafte Wiederholung von „Toleranz“ und „Demokratie“ nicht vor totalitärem Handeln schützt. Eine solche Feststellung durften wir dann auch zu besagter Veranstaltung machen, bzw. davor, denn wir kamen nicht einmal in die Nähe des Eingangs. Bereits auf dem Weg zu den heiligen Hallen fing uns ein frierender Mitarbeiter des Verfassungsschutzes ab und versuchte uns vom Weitergehen abzubringen, ein Verlangen dem natürlich nicht nachgekommen wurde. Wenige Meter weiter empfing uns dann allerdings die versammelte Prominenz der Bad Kreuznacher Polizei, vertreten durch ihren Dienststellenleiter. Dieser war sich offensichtlich darüber im Klaren, dass laut Versammlungsgesetz uns der Zutritt nicht verwehrt werden dürfe, erklärte dann aber, dies sei ihm egal, er hätte seine Befehle und für uns wäre hier Schluss. Angesichts ca. 20 weiterer Polizeibeamter mussten wir auf die Durchsetzung unseres Rechts leider verzichten, womit wieder einmal deutlich bewiesen wäre, dass Macht und Recht untrennbar zusammengehören. Bezeichnend, dass sich die Genossen der SPD nicht trauten, uns ihren überaus demokratischen und toleranten Beschluss selbst mitzuteilen, sondern es bevorzugten, sich hinter ihren Freunden und Helfern versteckten. Feigheit oder das schlechte Gewissen? Wir wissen es nicht, allerdings ist es noch nicht so lange her, da waren die Genossen noch eine jammernde, vom Staat verfolgte, kleine Minderheit und für die Mehrheit der Deutschen lediglich „Vaterlandslose Gesellen“. Und auch ihre Rolle in der Weimarer Republik war alles andere als ruhmbehaftet. Ja, so kann man sich ändern. Nun, gegen Dummheit kämpfen bekanntlich sogar die Götter vergebens und so machten wir aus dem angebrochenen Abend das Beste und gönnten uns in der Innenstadt einen Glühwein, dank der Polizeibegleitung so sicher, wie wohl kaum ein Deutscher in der „multi-kulturellen Gesellschaft“ deutscher Städte. Das Bedauern allerdings den Ausführungen des Verfassungsschutzes, sowie anderer Berufsbetroffenen und –opfer lauschen zu dürfen (oder zu müssen) hält sich allerdings in Grenzen, aufgrund des Fehlens jeglicher Kritiker dürfte das Ganze ziemlich langweilig gewesen sein, zumal für gewöhnlich der Normalbürger andere Sorgen hat, als politisch korrekte Propagandaveranstaltungen zu besuchen. Für uns kann der Abend jedoch als Erfolg gewertet werden, denn: - Die Zeitung berichtete wieder einmal über unsere Existenz und verschaffte uns somit Öffentlichkeit, wobei sich der Schreiber nicht entblödete, auch ja klarzumachen, dass der Ausschluss abweichender Meinungen zwar rechtswidrig, aber weil erwünscht dennoch vorgenommen wird. Ein klares Eingeständnis des eigenen Extremismus und
- auch Veranstaltungen des Systems (genau wie unsere) und seiner Paladine nur unter Polizeischutz stattfinden können, wozu im übrigen Steuergelder nutzlos verschleudert werden, aber man hat`s ja.
Fazit: Eine derart schwache Leistung eines versagenden Systems wird als Widerstand gegen die einzig wahre Opposition nicht genügen – wir sind da, auch in Bad Kreuznach und Umgebung, und wir sind gekommen, um zu bleiben.
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