
Nicht anders als bei der ominösen "Vogelgrippe", welche sich nach sensationell beängstigenden Ankündigen in Luft auflöste, ist nun auch die "Schweinegrippe" als das erkannt worden was sie in Wahrheit war und ist, nämlich ein in die Welt gesetztes Hirngespinst vieler Nachplapperer und einiger weniger skrupelloser, daran gut verdienender Inszenierer.
Die Anti-Korruptions-Organisation "Transparency International" hat im Zusammenhang mit der Schweinegrippe-Impfung erneut schwere Vorwürfe gegen die Pharma-Industrie erhoben. Die Krankheit sei "katastrophenmäßig aufgebauscht", sagte Anke Martiny von Transparency International.
Natürlich musste nun das BRD-Bundesgesundheitsministerium die durchaus berechtigten Vorwürfe zurückweisen. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO die höchste Pandemiestufe ausgerufen hatte, habe der Impfstoff bestellt werden müssen, betonte eine Sprecherin. "Die Impfempfehlung besteht weiter", sagte sie. Die neue Grippe, die das saisonale Virus verdrängt habe, könne sich noch bis Februar/März intensivieren. Rückzugsgefechte also, um das Gesicht einigermaßen zu wahren! Nicht ernstzunehmen ist die Auskunft des Robert-Koch-Instituts, dass in Deutschland bislang rund 210 000 Fälle von Schweinegrippe und 132 Tote gezählt worden seien. Es ist keineswegs nachgewiesen, dass die genannten Todesfälle allein auf das angeblich neue Virus zurückzuführen sind.
Die Sprecherin wies auch den Vorwurf zurück, Interessenkonflikte zwischen den Mitgliedern der Ständigen Impfkommission (Stiko) und der Pharma-Industrie seien nicht einwandfrei ausgeschlossen worden. Die Sprecherin betonte, das Profil der einzelnen Stiko-Mitglieder sowie ihre Nebentätigkeiten seien auf der Internet-Seite des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht und damit für die Öffentlichkeit transparent. Das ist konkret falsch!
Nicht von der Hand zu weisen ist, dass die Impfstoff-Hersteller im Vergleich zu den Ländern in einer komfortablen Lage sind. Die Länder, die unter Federführung des thüringischen Gesundheitsministeriums 50 Millionen Impfdosen zum Preis von rund 700 Millionen Euro bestellt hatten, werden auf den Kosten der überzähligen Dosen sitzen bleiben. Der deutsche Steuerzahler zahlt die Zeche wieder einmal allein! Nachdem die meisten Fälle der neuen Grippe harmlos verlaufen sind, herrscht berechtigterweise völlige Impfmüdigkeit. Bislang haben sich nur rund fünf Millionen Bürger impfen lassen.
Bislang ist es auch nicht gelungen, zu viel produzierten Impfstoff in größerem Umfang ans Ausland zu verkaufen. Für die Länder ist die Lage verfahren, denn sie können die Produktion der bestellten, nun aber nicht benötigten Impfdosen nicht stoppen. Anfang Januar wollen sie mit dem Hersteller nachverhandeln. Die Wahrheit ist, das Ganze war für den Bundesbürger ein teuer Flop und für die Impfstoff-Hersteller ein gelungener Trick.
Gerhard Hess