70 Jahre Reichskristallnacht

Man könnte wahrlich meinen, die Deutschen und der Rest der Welt hätten im Augenblick größere Probleme, als ihre Aufmerksamkeit ständig historischen Gedenktagen zu widmen. Allein der Hokuspokus, der die Tage bezüglich des 70. Jahrestages der "Reichskristallnacht" einsetzt und die damit verbundenen wie gewohnt dümmlichen Aussagen der herrschenden Klasse zwingen dann doch dazu, sich des Themas zumindest kurz anzunehmen.
Zunächst einmal wird gerne vergessen, dass die unmittelbare Ursache der anti-jüdischen Ausschreitungen die Ermordung des deutschen Legationsrats in Paris, Ernst vom Rath, durch den Juden HerschelGrynszpan war und damit keineswegs aus heitrem Himmel erfolgte. Was sich hier Luft machte war aber nicht nur die unmittelbar auf die Tat folgende Empörung, sondern lang angestauter Volkszorn, der ebenfalls handfeste Gründe hatte.

Nicht nur dass das Weltjudentum bereits unmittelbar nach der Ernennung Adolf Hitlerszum Reichskanzler, als Führer der mit Abstand stärksten Partei des Reichstages ein selbstverständlicher Vorgang, eine massive Hetzkampagne gegen das neue Deutschland starteten ("Judea declares war on Germany" titelte der "Daily Express" am 24. März 1933, verbunden mit Boykottaufforderungen deutscher Produkte). Auch in den Jahrzehnten zuvor verhielten sich die Juden in Deutschland genauso, wie sog. antisemtische Hetzschriften a la "Die Protokolle der Weisen von Zion" es behaupteten.

In seinem Buch "Mein Leben als deutscher Jude" schreibt der langjährige Präsident der jüdischen Weltorganisation Dr. Nahum Goldman über den jüdischen Einfluss in Deutschland vor 1933:
Das deutsche Judentum...war eines der interessantesten und für moderne jüdische Geschichte einflußreichsten Zentren der europäischen Judenheit. ... Von der wirtschaftlichen Position her gesehen konnte sich keine jüdische Minderheit in anderen Ländern, ja nicht einmal die amerikanische, mit den deutschen Juden messen. Sie waren mitführend in den Großbanken, wofür es nirgends eine Parallele gab, und durch die Hochfinanz waren sie auch in die Industrie eingedrungen. Ein erheblicher Teil des Großhandels lag in ihren Händen, und selbst in Wirtschaftszweigen, die sich sonst kaum in jüdischem Besitz finden, wie Schiffahrt oder Elektroindustrie, waren sie in Deutschland führend. ... Die heutigen amerikanischen Juden sind zwar ... reicher, als es die deutschen Juden waren, aber selbst in Amerika mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten ist es ihnen nicht gelungen, in dem gleichen Maße in die zentralen Spären der Wirtschaft einzudringen, wie dies in Deutschland der Fall gewesen war.
Auch ihre Stellung im Geistesleben des Landes war beinahe einzigartig. In der Literatur waren sie durch glänzende Namen vertreten. Das Theater lag zu einem erheblichen Teil in ihren Händen. Die Tagespresse, vor allem ihr international einflußreicher Sektor (sic!) war weitgehend in jüdischem Besitz oder wurde journalistisch von Juden geleitet.
Angesichts der während der 20er Jahre herrschenden Wirtschaftskrise und nationaler Demütigung durch den Versailler Vertrag waren das nicht die besten Voraussetzungen, um bei o.g. Dominanz des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens große Sympathie bei der Masse der Deutschen zu gewinnen.
Allerdings soll hier kein Zweifel daran aufkommen, dass Ausschreitungen des Pöbels, egal gegen wen sie sich richten, niemals den Beifall der nationalen Bewegung finden können und dürfen - politische Probleme werden auch auf politischem Wege gelöst (falls irgend möglich). Plündern und brandschatzen ist des Deutschen unwürdig.
Das aber, und auch das wird heute gerne verschwiegen, war auch die Überzeugung damaliger Nationalsozialisten.
So schrieb der damalige Chef der Sicherheitspolizei, Reinhard Heydrich (1943 vom britischen Geheimdienst ermordet), am 11. November 1938 an Herrmnann Göring:
In zahlreichen Städten haben sich Plüderungen jüdischer Läden und Geschäftshäuser ereignet. Es wurde, um weitere Plünderungen zu vermeiden, in allen Fällen scharf durchgegriffen. Wegen Plünderns wurden dabei 174 Personen festgenommen.
Auch Reichsinnenminister Frick verurteilte die Ausschreitungen:
Jederman wisse, dass infolge des Judenmordes in Paris eine ungeheure Empörung durch das deutsche Volk ging. Darüber könne kein Zweifel sein; ebensowenig könne aber ein Zweifel darüber sein, dass die Angriffe auf Juden und jüdisches Eigentum ungesetzlich gewesen seien. Niemand hat das Recht, sich durch Leidenschaft hinreißen zu lassen. Wenn man sich die Ereignisse jener Nacht vor Augen halte und nach allen Richtungen prüfe, könne man nur sagen, dass es Unsinn gewesen sei, ja Wahnsinn.
Er habe bereits im Jahre 1934, als Einzelaktionen sehr viel geringeren Umfangs stattfanden, die Leiter dieser Aktionen mit ausrücklicher Genehmigung des Führers als Rebellen gegen den Willen des Führers bezeichnet.
(aus: "Es ging um Deutschlands Zukunft" von Carl Vincent Krogmann; Protokoll der Sitzung des Reichsinnenministeriums vom 16. Dezember 1938).
Mögen sich die Anhänger des Schuldkults hieran erinnern lassen - ihre zur Schau gestellte Betroffenheit dient als politische Waffe, mit Wahrheit hat sie nichts zu tun.